European Energy Markets Observatory: 16. Ausgabe

Die europäischen Strom- und Gasmärkte befinden sich auch 2014 in einer unruhigen Phase. Die EU Kommission hat zwar gezielte Gegenmaßnahmen eingeleitet, aber sind diese ausreichend? Die 16. Ausgabe des European Energy Markets Observatory liefert Antworten.

Key Findings of the 16th European Energy Markets Observatory

Einleitung

Capgeminis European Energy Markets Observatory (EEMO) ist ein jährlich erscheinender Bericht, der im Jahr 2002 ins Leben gerufen wurde. Im Fokus steht der Fortschritt zweier Themen: die Etablierung eines offenen und konkurrenzfähigen Strom- und Gasmarktes in der EU-28 (plus Norwegen und der Schweiz) und die Umsetzung der von der EU beschlossenen Klimawandel-Ziele. Der Bericht berücksichtigt die gesamte Wertschöpfungskette und analysiert die Spitzenthemen des Energiediskurs – digitale Revolution, Kundenerfahrungen, Smart Grids und die Energiewende -, um so die wichtigsten Trends der Strom- und Gasindustrie zu definieren.

Der Bericht entsteht im Rahmen einer Kooperation mit drei Partnern: Exane BNP Paribas, CMS Bureau Francis Lefebvre und dem VaasaETT Global Energy Think Tank.


Ergebnisse

Der diesjährige Bericht stellt verschiedene Trends in den Fokus, die sich auf die eine oder andere Art auf die Gas- und Stromindustrie auswirken. Dazu gehören unter anderem:

  • Unruhige Strommärkte: Der Markt ist gekennzeichnet von höheren Großhandelspreisen, Schließungen zahlreicher Gaskraftwerken und gestiegenen Verkaufspreisen.
  • Unzureichende Reformen auf EU-Ebene: Die Europäische Kommission hat verschiedene Reformen zugunsten der Gas- und Stromindustrie ins Leben gerufen. Neue Richtlinien sollen zum Beispiel eine 40-prozentige Reduktion der Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2030 bewirken, sodass subventionierte Maßnahmen für erneuerbare Energien sowie Kapazitätsmärkte ein fester Bestandteil der Agenda werden. Diese Reformen reichen allerdings nicht aus, um langfristige Veränderungen zu bewirken.
  • Europäische Gasversorgung zu instabil: Der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine könnte diesen Winter zu Versorgungseinschnitten führen. Selbst situationsmildernde Maßnahmen, wie Investitionen in neue Pipelines außerhalb Russlands, die Schaffung von neuen Lagerkapazitäten und die Steigerung von LNG-Importen sind nach wie vor nicht ausreichend, obwohl in einigen Ländern bereits Schiefergas zum Einsatz kommt.
  • Energiewende und neue Pläne: Als erstes Land entwickelt Deutschland umfangreiche Pläne für den Ausbau erneuerbarer Energien und muss sich dabei mit zahlreichen Herausforderungen auseinander setzen. Deutschland dient so als Vorbild für andere Mitgliedsländer, die ähnliche Pläne in Angriff nehmen möchten.
 

 

Infografik

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