Studie von Capgemini und EMC: Wandel durch Big Data lässt Unternehmen um ihre Wettbewerbsfähigkeit fürchten

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Capgemini baut Insights & Data-Expertise und -Team aus
Wien, 10. März 2015 – Viele Unternehmen fürchten angesichts der massiven Marktveränderungen durch Big Data, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren, wenn sie keine Data-Analytics-Lösungen einsetzen – so das Ergebnis einer weltweit durchgeführten Studie von Capgemini und EMC. Für den Report „Big & Fast Data: The Rise of Insights-Driven Business” wurden mehr als 1.000 Entscheider befragt. Entsprechend der Marktnachfrage plant Capgemini sein Insights & Data-Team stark auszubauen.

Big Data verschärft Wettbewerb: Konkurrenz auch aus anderen Branchen
Zwei Drittel der befragten Unternehmen (64 Prozent) sind der Meinung, dass Big Data traditionelle Industriegrenzen verschiebt und dazu beiträgt, dass neue Anbieter in ihre Branchen eindringen. Über ein Viertel (27 Prozent) berichtet, dass neue Akteure aus anderen Branchen den Wettbewerb verschärfen, während 53 Prozent vor allem den Wettbewerb durch Big-Data-Start-ups fürchten. Besonders stark sind die Marktveränderungen für Telekommunikations- und Versorgungsunternehmen. Das Management und die Analyse von Big Data entscheiden damit immer mehr über das Überleben am Markt.

Big Data wird zu eigener Umsatzquelle
Weithin unstrittig ist, dass die Daten, auf die Unternehmen Zugriff haben, zu einem Kernbestandteil des Unternehmenswerts werden – davon sind 59 Prozent der Befragten überzeugt. Dies spiegelt sich auch darin wider, dass fast ein Drittel der befragten Unternehmen derzeit einen Verantwortlichen für das Datenmanagement auf CxO-Ebene installiert oder dies bereits getan hat. Weitere Ergebnisse:
  • 54 Prozent der Studienteilnehmer gehen davon aus, dass die Investitionen in Big Data in den kommenden drei Jahren steigen werden.
  • 61 Prozent sehen in Big Data bereits jetzt eine eigenständige Umsatzquelle, die für Unternehmen genauso wertvoll wird wie Produkte und Dienstleistungen.
  • 43 Prozent der Unternehmen reorganisieren sich, um neue Geschäftschancen durch Big Data zu nutzen.

Deutsche Unternehmen haben Nachholbedarf
Hierzulande messen die befragten Entscheider Big Data weniger Bedeutung bei als die Studienteilnehmer in den USA, Brasilien und China. Auch sehen sie in Big Data nicht so viele Geschäftschancen wie der Durchschnitt der Befragten weltweit. Das zeigt sich auch in niedrigeren Implementierungsquoten: Nur rund 58 Prozent der Befragten aus Deutschland berichten, dass sie Big-Data-Technologien implementiert haben, dies gerade tun würden oder vorhätten – global liegt der Wert mit 71 Prozent deutlich höher. Hervorzuheben ist auch, dass die deutschen Befragten sagen, dass ihre Big-Data-Agenda eher von der IT als von der Geschäftsstrategie gesteuert wird.  „Wir haben einen Wendepunkt im Markt erreicht. Wenn die Unternehmen jetzt nicht anfangen, die Chancen von Big Data zu nutzen, laufen sie Gefahr, ihre Wettbewerbsfähigkeit einzubüßen“, so Klaus Schmid, Vorstandsvorsitzender bei Capgemini in Österreich. „Manche Organisationen senken mit Big Data ihre Kosten oder steigern die Leistung, während andere wiederum Big Data als Eintrittskarte in neue Märkte und Geschäftsmodelle sehen. Jedes Unternehmen muss jetzt für sich den richtigen Weg ins Big-Data-Zeitalter finden und den passenden geschäftlichen Nutzen aus internen und externen Daten ziehen.“

An der IT vorbei
Die IT wird in nicht wenigen Fällen als Stolperstein gesehen: Für Data-Analytics-Projekte hat bereits mehr als ein Drittel der Führungskräfte (36 Prozent) die eigene IT-Abteilung umgangen. Grund dafür ist die strategische Bedeutung von Big Data. Und sogar gut die Hälfte der Studienteilnehmer (52 Prozent) bestätigt, dass langsame IT-Entwicklungsprozesse den schnellen Wissensgewinn aus Daten behindern. In der Schnelligkeit bei der Nutzung von Big Data sieht die CxO-Ebene den größten Wert – 77 Prozent bestätigen, dass Entscheider Daten zunehmend in Echtzeit benötigen.  Paul Maritz, Pivotal Chief Executive Officer, EMC Corporation, erklärt: „Unternehmen müssen verstehen, dass es nicht nur darauf ankommt, Daten aus verschiedenen Quellen zu verarbeiten, auszuwerten und schnell darauf zu reagieren, sondern ihr gesamtes Handeln an ihren gewonnenen Erkenntnissen auszurichten. Deswegen müssen sie schnellstens in qualifizierte Mitarbeiter, Kompetenzen, Tools und moderne Plattformen investieren.“

Capgemini entwickelt neue Insights-as-a-Service-Plattform und baut Team aus
Als Antwort auf die starke Kundennachfrage baut Capgemini seine nun globale Geschäftseinheit Insights & Data weiter aus: Das Expertenteam umfasst heute 10.000 Datenspezialisten und -Berater und soll schneller wachsen als der Gesamtmarkt. Im Mittelpunkt des Leistungsangebots steht die Insights-as-a-Service-Plattform, die derzeit pilotiert wird und voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2015 bereitstehen wird. Mit ihrer Hilfe werden Unternehmen die Verhaltensmuster ihrer Kunden analysieren und darauf adäquat in Echtzeit reagieren können. Mit Know-how bereits unterstützt hat Capgemini unter anderem Beiersdorf: „Dank der Standardisierung von Kernprozessen in den Bereichen Planung, Prognose  und Reporting arbeiten wir nun mit einem integrierten und gut administrierten System mit einem automatischen und zentralisierten Reporting. Die Integration von Finanz-, Betriebs- und Marktdaten ermöglicht eine effektive und effiziente Geschäftssteuerung. Das Insights & Data-Team von Capgemini hat uns umfassend mit innovativen Ideen unterstützt und Geschäfts- sowie Technologieexpertise in die Realisierung eingebracht“, berichtet Andrew Chapman, Leiter des BI Centers bei Beiersdorf Shared Services.

Die vollständige Studie zum Download: http://www.at.capgemini.com/ressourcen/big-fast-data-insight-driven-business

Über die Studie
Die Studie beruht auf einer Untersuchung von FreshMinds, die im Auftrag von Capgemini und EMC durchgeführt wurde. Sie kombiniert die Ergebnisse einer quantitativen Online-Befragung mit zusätzlich durchgeführten Tiefeninterviews. Mehr als 1.000 Entscheidungsträger aus den Branchen Konsumgüter und Handel, Maschinenbau, Finanzdienstleistungen, Gesundheitswesen, Medien, öffentlicher Sektor, Telekommunikation und Versorgungsunternehmen nahmen an der Studie teil. Die Befragten kommen aus Australien, Brasilien, Kanada, China, Frankreich, Deutschland, Niederlande, Skandinavien, Großbritannien und den USA.