World Wealth Report 2005

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World Wealth Report 2005

Merrill Lynch und Capgemini World Wealth Report: Mehr vermögende Investoren in Nordamerika als in Europa - Zahl der deutschen Millionäre stagniert erneut.

Merrill Lynch und Capgemini World Wealth Report: Mehr vermögende Investoren in Nordamerika als in Europa
Zahl der österreichischen Millionäre wächst um gut fünf Prozent

New York/Wien, 9. Juni 2005

Das Vermögen wohlhabender Privatanleger hat sich 2004 mit einem weltweiten Anstieg um 8,2 % auf 30,8 Billionen US-Dollar zum zweiten Mal in Folge stark erhöht. Wie aus dem heute von Capgemini und Merrill Lynch vorgelegten World Wealth Report 2005 (WWR) weiter hervorgeht, stieg die Zahl der so genannten HNWI´s (High Net Worth Individuals - Privatanleger mit einem Finanzvermögen von mehr als einer Million US-Dollar ohne Berücksichtigung von selbstbewohnten Immobilien) weltweit um 600.000 oder 7,3 Prozent auf 8,3 Millionen. Mit einem Zuwachs von knapp zehn Prozent erhöhte sich die Zahl der HNWI´s vor allem in Nordamerika, sodass dort mit nunmehr 2,7 Millionen HNWI`s mehr Dollarmillionären als in Europa leben, wo im vergangenen Jahr insgesamt 2,6 Millionen HNWI`s gezählt wurden. In Asien erhöhte sich die Zahl der vermögenden Privatanleger um gut acht Prozent auf 2,3 Millionen. Damit lag der HNWI-Zuwachs in Asien doppelt so hoch wie in Europa. „Ein im Vergleich zu den meisten anderen westeuropäischen Ländern hohes Wohlstandswachstum zeigte sich in Österreich, wo sich die Zahl der HNWI`s im vergangenen Jahr um 5,1 Prozent auf 63.300 von zuvor 60.200 erhöhte“, betont Reinhard  Berger, Experte für Investment-Management bei Capgemini Österreich.

Österreich profitiert vom osteuropäischen Aufschwung

„Im vergangenen Jahr konnte das österreichische Bruttoinlandsprodukt um 1,9 Prozent zulegen, nachdem im Vorjahr nur ein Wachstum von 0,9 Prozent erreicht wurde“, erklärt Achim Küssner, Geschäftsführer von Merrill Lynch Investment Managers für Deutschland und Österreich, „die Wirtschaft in Österreich profitierte dabei stark von ihren engen Verbindungen zu den Ländern Zentral- und Osteuropas, wo 2004 ein besonders starkes Wirtschaftswachstum erreicht wurde.“ „Vor allem der Zinsunterschied zwischen Österreich und den aufstrebenden Ländern Osteuropas wirkte sich positiv für uns Österreicher aus.  Der österreichische Aktienmarkt konnte aufgrund dieser positiven Faktoren mit einem Anstieg um 57 Prozent eine beeindruckende Wertentwicklung erzielen, was den privaten Vermögen zugute kam“, betont Reinhard Berger von Capgemini weiter. Trotz einer noch immer hohen Belastung mit sozialen Sicherungskosten und Pensionslasten ist auch im laufenden Jahr mit einer positiven Wohlstandsentwicklung zu rechnen, da eine Steigerungsrate des Bruttoinlandsproduktes von 2,1 Prozent und eine Senkung der Unternehmenssteuern erwartet wird. Innerhalb Europas, das 2004 durch die EU-Osterweiterung zehn Mitgliedsländer hinzugewann, variierten die Wachstumsraten des Bruttoinlandsproduktes stark. Deutschland, Frankreich und Italien, die zusammen für die Hälfte der europäischen Wirtschaftsleistung stehen, blieben jedoch in einer wirtschaftlichen Talsohle. „Strukturelle Probleme, vor allem die hohe Arbeitslosigkeit und das schwache Wirtschaftswachstum, haben den Vermögensaufbau in diesen Ländern stark beeinträchtigt“, so Berger weiter.

Lateinamerika, der Nahe Osten, Osteuropa und Asien holen auf

Weltweit wurde demgegenüber der höchste Anstieg der privaten Nettovermögen in mehr als drei Jahren verzeichnet. „Dies ist auf die zwei wichtigsten Faktoren für privaten Wohlstandsaufbau zurückzuführen - das global starke Wirtschaftswachstum und die steigende Marktkapitalisierung“, erläutert Achim Küssner, „regional betrachtet erhöhte sich die Zahl der Dollarmillionäre am stärksten in Wachstumsregionen wie Singapur, Hongkong, Australien und Indien, während die HNWI`s in Südafrika und dem Nahe Osten vor allem vom starken Anstieg der Rohstoff- und Ölpreise profitierten. In Europa konnten nur Großbritannien und Spanien mit den weltweiten Wohlstands-Wachstumsraten mithalten“.  Capgemini-Experte Berger ergänzt: „Die so genannten BRIC-Staaten Brasilien, Russland, Indien und China konnten ihre Stellung als neue Wirtschaftsmächte festigen und dabei Wohlstand aufbauen. Dies ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass sich die Wertentwicklung an den großen Aktienmärkten 2004 verlangsamte, während in Schwellenländern und kleineren Märkten dank der steigenden Rohstoff- und Ölpreise die Kurse stark anzogen“.

Herausforderungen für Besitzer von mittleren Millionenvermögen

Besonders HNWI`s, die über mittlere Vermögen im Bereich zwischen fünf und 30 Millionen US-Dollar verfügen, stehen vor großen Herausforderungen bei der Anlage ihrer Vermögenswerte. „Diese „mittelgroßen Millionäre“ fragen zunehmend maßgeschneiderte Lösungen bei Spezialisten nach, um angesichts zunehmend komplexer Anlagemöglichkeiten die richtige Wahl zu treffen“, erklärt Capgemini-Experte Berger, „denn im Zuge des Vermögensaufbaus steigen die Kosten, die zur Aufrechterhaltung eines höheren Lebensstandards erforderlich sind, so dass der Druck auf die Renditeerwartung der Geldanlagen stark zunimmt – auch und gerade in Phasen sich erholender oder stablisierender Märkte, wie sie in den vergangenen zwei Jahren zu beobachten waren“.

Geringeres Wachstum erwartet

Nachdem im Jahr 2004 das höchste weltweite Wirtschaftswachstum der vergangenen zwanzig Jahre erzielt wurde, ist im laufenden Jahr mit einer Wachstums-Abschwächung zu rechnen. Eine Kombination mehrerer Faktoren, darunter steigende Zinsen und Inflationsraten, werden aller Voraussicht nach das Weltwirtschaftswachstum verlangsamen und den Wert von Geldanlagen beeinflussen. Im Ergebnis ist damit zu rechnen, dass die Vermögen wohlhabender Privatanleger in den kommenden fünf Jahren nur noch um durchschnittlich 6,5 Prozent im Jahr zulegen werden. Bis zum Jahr 2009 würde sich das weltweite Gesamtvermögen der HNWI`s somit auf rund 42,2 Billionen US-Dollar summieren.

HNWI-Wachstum 2003-2004 nach Regionen

Region   
Vermögen   
Anzahl
Nordamerika
10,2%
9,7%
Asien / Pazifik
8,5%
8,2%
Europa
3,7%
4,1%
Lateinamerika
7,9%
6,3%
Naher Osten
28,9%
9,5%

Quelle: Merrill Lynch, Capgemini 2005 World Wealth Report.

Über Merrill Lynch

Merrill Lynch gehört zu den führenden Vermögensverwaltungsgesellschaften weltweit mit Niederlassungen in 36 Ländern und einem verwalteten Vermögen im Umfang von rund 1,6 Billionen US-Dollar (Stand: 31. März 2005). Als eine der führenden Investmentbanken bei der Emission von Anleihen und Aktienkapital, berät Merrill Lynch Unternehmen, Regierungen, Institutionen sowie Privatpersonen weltweit. Durch Merrill Lynch Investment Managers ist der Konzern einer der größten Fondsverwalter auf der Welt. Allein Merrill Lynch Investment Managers verwaltet firmenweit Kundengelder in der Höhe von 479 Milliarden US-Dollar (Stand: 31. März 2005).  www.ml.com     

Über die Capgemini-Gruppe

Capgemini ist einer der weltweit führenden Dienstleister für Management- und IT-Beratung, Technologie sowie Outsourcing. Das Unternehmen mit europäischem Ursprung berät Kunden bei der Entwicklung und Umsetzung von Wachstumsstrategien sowie dem Einsatz neuer Technologien. Capgemini wendet dabei eine neue Form der Zusammenarbeit an: Collaborative Business Experience. Grundlage ist die Verpflichtung von Dienstleister und Kunde zu gemeinsamem Erfolg und das Erreichen messbaren Mehrwerts auf Basis enger Zusammenarbeit. Capgemini beschäftigt derzeit weltweit rund 60.000 Mitarbeiter und erzielte 2004 einen Umsatz von 6,3 Milliarden Euro.
    

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