Der traditionsreiche Maschinenbau verändert sich derzeit tief greifend.
Point of View
Manufacturing in a Service-Oriented Enterprise: The End of Business as Usual
An SOE transformation can help manufacturing companies become fast, flexible and responsive
Zum einen entwickelt die Globalisierung eine neue Dimension. Es reicht nicht mehr aus, weltweit über Vertriebs- und Händlernetzwerke vertreten zu sein – das Geschäft muss global gesteuert werden. Die Kunden fordern häufig einen zentralen Ansprechpartner, der alle Belange weltweit koordiniert.
Zum anderen wünschen sich die Auftraggeber immer häufiger einen Lösungsanbieter, der neben dem Produkt auch vor- und nachgelagerte Komponenten, Verbrauchsmaterial und umfangreiche Serviceleistungen liefert. Dazu gehören auch Finanzierungskonzepte und Betreibermodelle. Da die Produkte immer ähnlicher werden, steigt die Bedeutung der gesamten Servicequalität.
Der verschärfte internationale Wettbewerb sowie der damit verbundene Kostendruck zwingt die Maschinenbauindustrie, die Effizienz auf allen Ebenen zu steigern. Unternehmen müssen darüber nachdenken, bisher dezentral durchgeführte administrative Tätigkeiten im Bereich Finanzen, Personal und Einkauf zu konsolidieren und zu bündeln und in Erwägung ziehen, Produktionskapazitäten in Billiglohnländer zu verlagern.
Potenziale ausschöpfen
All diese Faktoren zwingen die Maschinenbauer, über neue Geschäftsmodelle nachzudenken
und die Strukturen zu verändern. Die Forderung nach einem zentralen Ansprechpartner
kann in vielen Fällen nur umgesetzt werden, wenn die Vertriebs-, Marketing- und
Servicebereiche neu strukturiert werden. In die häufig dezentralen Organisationsstrukturen
muss das Konzept One Face to the Customer integriert werden.
Auch im Servicebereich wird die Umsetzung neuer Konzepte und Modelle immer wichtiger,
um den gestiegenen Kundenanforderungen und dem zunehmenden Preisdruck zu begegnen.
Eine große Herausforderung ist die Etablierung eines leistungsfähigen Kundenmanagements
und die Konsolidierung des Vertriebs, des Services und des Marketings. Diese Bereiche
müssen weltweit mit einer CRM-Lösung unterstützt und die Vertriebs- und Handelsniederlassungen
kostengünstig angebunden werden.
Produkthersteller im Wandel
Der Wandel vom reinen Produkthersteller zum Systemlieferant zwingt die Maschinenbauer, neben ihrem eigenen Logistik-Netzwerk auch das gesamte Zuliefer-Netzwerk zu steuern. Ein integriertes Supply Chain Management ermöglicht die notwendige gemeinsame Planung und Abstimmung innerhalb des Unternehmensnetzwerks und mit externen Partnern. Aufgrund der großen Bedeutung des Servicebereiches muss die Branche qualitativ hochwertige und effiziente Ersatzteillogistik-Konzepte realisieren.
Mehr Effizienz für die Administration
Der Kostendruck zwingt die Maschinenbauer neue Einsparungspotenziale im administrativen Bereich zu erschließen. Eine Möglichkeit ist, Dienstleistungen im Bereich Finanzen, Personal und Einkauf in Form von Shared Service Centern zentral bereitzustellen. Eine andere Möglichkeit ist die Konsolidierung und die Harmonisierung der gesamten IT-Landschaft, um die Ausgaben zu reduzieren.
