Die meisten Märkte in der Konsumgüterindustrie sind gesättigt. Die Hersteller versuchen sich gegenseitig zu verdrängen und kämpfen um Marktanteile.
Studie
RFID and Consumers
What European Consumers Think About Radio Frequency Identification and the Implications for Business
Da der Wettbewerb über den Preis geführt wird, nimmt der Druck auf die Margen zu. Weltweit setzen sich einige wenige Händler durch, und die Discounter wachsen rasant. Gemeinsam diktieren sie die Verbraucherpreise.
Gleichzeitig werden die Lebenszyklen der Produkte kürzer und jedes Jahr drängen mehr neue Artikel auf den Markt – die Floprate steigt zwangsläufig. Kleine und lokale Hersteller sowie Zweit- und Drittmarkenhersteller leiden besonders unter der aktuellen Entwicklung. Und die Aussichten sind nicht gerade rosig: Die Konzentration und die Globalisierung in der Konsumgüterindustrie wird weitergehen.
Um zu wachsen, neue Produkte auf den Markt zu bringen und zusätzliche Absatzkanäle zu erschließen, muss mehr in Marketing und Vertrieb sowie Forschung und Entwicklung investiert werden. Die finanziellen Freiräume dafür erschließen effizientere Prozesse auf allen Stufen der Wertschöpfungskette, kostengünstigere Abläufe stabilisieren die Margen. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen die Hersteller Kooperationen mit dem Handel eingehen und Netzwerke aufbauen. Die Supply Chain muss auf internationaler Ebene vom Vorlieferanten bis zum Händler optimiert werden. Ein weiterer Ansatz zur Steigerung der Effizienz ist die Europäisierung des Key Account Managements und die Optimierung des Markenportfolios bei gleichzeitiger Reduzierung der Komplexität.
Bei der Optimierung der Prozesse werden sich im Laufe der Zeit unterschiedliche Wertschöpfungssysteme etablieren. Das Ziel heißt aber stets: Konzentration auf die Kernbereiche und die Kernkompetenzen. Beispielsweise werden administrative Standardprozesse ebenso wie kompetenzferne Prozesse ausgelagert oder über Allianzen und Partnerschaften abgewickelt. Die Voraussetzungen, um diese Chancen zu nutzen, sind Prozesse, die sich standardisieren und integrieren lassen. Außerdem müssen flexible, erweiterbare Netze und adaptive IT-Systeme geschaffen werden.
